Aktuelles 10. September 2010
Rückenschmerzen
Die meisten Menschen haben sie schon einmal gehabt, Rückenschmerzen. Sie können in vielen Nuancen auftreten, dumpf oder reißend, punktuell oder weit ausstrahlend, leicht oder stark. Alle Facetten sind möglich. Dabei sagt der Grad der Schmerzen nicht unbedingt aus, wie stark der Verschleiß, die Blockade, die Muskelverspannung oder vielleicht auch die Verletzung ist. Patienten mit einem Bandscheibenvorfall haben manchmal gar keine Beschwerden und Patienten mit starken Schmerzen im Rückenbereich dort vielleicht keinen Befund.
Manchmal strahlen Schmerzen soweit aus, dass man den Bezug zur Wirbelsäule gar nicht vermutet. Schwindel, Atemnot oder Beschwerden in der Herzgegend können ebenfalls ihren Ursprung an der Wirbelsäule haben.
Stress, einseitige Belastung, Überbelastung, Erschöpfung, Schonhaltung, Trauer sind ein perfekter Teufelskreis aus dem Rückenschmerzen entstehen. Um hier die genaue Ursache zu erfahren, ist ein ausführliches Gespräch eine wichtige Vorraussetzung für eine gute Behandlung. Durch die Anamnese, bei der unter anderem auf den Arbeitsplatz, die Wohnsituation, das Freizeitverhalten und die Ernährung eingegangen wird, macht sich der Therapeut ein Bild seines Patienten. Erst dann ist es möglich unter der Vielzahl von Therapien für den Einzelnen ein stimmiges Konzept zusammenzustellen. Mögliche Therapien sind die Einnahme von Medikamenten, Injektionen, Akupunktur, Bewegungstherapie, Chirotherapie, Massagen, Reizstrom oder Wärmeanwendungen.
Nachdem die akuten Schmerzen gelindert sind, ist der Patient meist auch bereit, die Alltagssituationen und Lebensgewohnheiten zu verändern, die seine Schmerzen auslösen, oder aber einen Ausgleich zu schaffen, wodurch sie dauerhaft vermieden werden.
Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Spannung und Entspannung lässt sich durch geeignete Entspannungstechniken und ausgleichende sportliche Aktivitäten erzielen.
Hilft das alles nicht weiter, sollten andere Disziplinen
zur Diagnose und Behandlung hinzugezogen werden.
Dabei sind bildgebende Verfahren wie Röntgenuntersuchungen, Computertomographie,
Magnetresonanztomographie oder Laboruntersuchungen von großer Bedeutung.
Sie werden besonders dann eingesetzt, wenn eine Beeinträchtigung des
Nervensystems als Ursache der Rückenschmerzen vermutet wird.
Ein Facharzt entscheidet in solch einem Fall, ob eine Operation angezeigt
ist.
Ärzte, Heilpraktiker, Physiotherapeuten,
Masseure und Psychologen helfen dem Rückenschmerzgeplagten bei der weiteren
Behandlung.
Bei allem steht jedoch immer der Patient im Vordergrund. Er und der Behandler
müssen Vertrauen zueinander haben.
Fühlt sich der Patient in den richtigen Händen, ist auch eine erfolgreiche
Behandlung möglich, bei der die Rückenschmerzen dann gelindert werden
oder sogar ganz verschwinden.
Franziska Schöps, Heilpraktikerin
















