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Informationen vom Speldorfer Imker

Die Honigbiene Apis mellifica)


Honigbienen (Apis) sind staatenbildende Fluginsekten aus der Überfamilie der Bienen (Apoidea). Die Gattung umfasst neun Arten von Honigbienen, acht davon kommen in Asien vor.

Wenn umgangssprachlich von Bienen oder Honigbienen gesprochen wird, sind fast ausschließlich europäische Rassen der inzwischen weltweit in der Imkerei gehaltenen westlichen Honigbiene gemeint.

Generell kann bei den Honigbienen in höhlenbrütende Arten und solche, die frei hängende Nester bauen unterschieden werden. Der Schutz von Höhlen, ermöglichte diesen Arten auch, sich sehr weit, aus den tropischen Regionen heraus, in gemäßigtere Klimazonen auszubreiten, wodurch sich regional verschiedene Bienenrassen herausgebildet haben. Eine natürliche Grenze stellte dabei meist das Vorhandensein von Gehölzen dar.

Die Gattung Apis ist auch die einzige Gattung der Unterfamilie der Apinae.

Leistung einer Biene

Fluggeschwindigkeit und Transportleistung:
26 - 30 km/h (180 - 250 Doppelflügelschläge/sek)
Eine Biene fliegt in 2 Minuten ca. 1 km

1 Biene legt in ihrem Leben ca. 800 km zurück.

bis zu 60 mg Nektar je Sammelflug (entspricht 75% des Körpergewichts) oder bis zu 4 Millionen Pollenkörner je Sammelflug

Sammelleistung:
rund 5 Millionen Blütenbesuche für 500g Honig

Flugleistung für ein 500g Glas:
Eine Biene fliegt dafür 3 1/2 um die Welt
Ein 500g Glas Honig ist die Lebensarbeit von 175/200 Bienen

75-80kg Honig wird pro Bienenvolk und Jahr gesammelt; davon wird ca. 60 kg selbst verbraucht, ca. 15 - 20 kg Honig bleibt für den Imker übrig (Standimkerei). Bei der Wanderimkerei sind die Erträge größer. Dabei kommt es aber auf die Trachtverhältnisse und Wetterbedingungen an.

In Mülheim an der Ruhr sind die Trachtverhältnisse als gut einzuordnen. Wenn aber der Baubetrieb so weiterläuft verringert sich die Grünfläche!!! Das merke ich schon bei einem Stand, da dort ein großflächiges Brombeer Gebiet bebaut wurde.

Wachsproduktion:
für 1 kg Wachs sind rund 1.250.000 Wachsplättchen notwendig (eine Biene hat 8 Wachsdrüsen)
Ein Bienenvolk kann in einem Jahr ca. 500 g Wachs produzieren

Eierlege-Leistung (Königin):
Durchschnittlich 1 Ei je Minute und rund 1500-2000 pro Tag (soviel wie eigenes Körpergewicht). In der Saison legt sie 150.000 bis 200.000 Eier. Das Gewicht von 5000 Eiern beläuft sich auf ca.1 Gramm

Bevor die Königin ein Ei legt misst Sie die Zelle aus und legt dementsprechend der Zellgröße ein Ei rein. Das ist aber nicht immer der Fall, da Sie auch unbefruchtete Eier auch in normalen Zellen (Arbeitsbienenzellen) ablegen kann. Dort wird meist von den Baubienen dann Zellveränderungen vorgenommen.

Drohnenbau ist größer und eine Weichselzelle (Bezeichnung für eine Königin) ist noch viel größer und der Eingang ist nicht horizontal sondern senkrecht ausgerichtet.

Aufgaben der Arbeitsbienen
In den ersten drei Tagen ist die Arbeiterin mit dem Putzen ihres Körpers und der Wabenzellen beschäftigt. Danach hilft sie mit, die Brut zu füttern, ihre Futtersaftdrüsen sind jetzt voll entwickelt. Diese Tätigkeit dauert bis zum 10. Tag nach dem Schlüpfen. Die Übergänge können nicht immer genau angegeben werden da auch andere Faktoren eine Rolle spielen.

Baubiene
Mit Hilfe des Wachses aus den Wachsdrüsen bauen die Arbeiterinnen gemeinsam die Waben. Sie bilden dann so genannte Bauketten und das kann man ganz gut im Frühling und im Sommer beobachten. Schwarmtrieb kommt oft vor, wenn Bienen nichts zu tun haben bedingt durch alles ist fertig ausgebaut. Also immer schön mal ein Baurahmen einhängen.
Am Ende dieser Phase bewegen sich die Arbeiterinnen zunehmend zum Ausgang des Bienenstocks. Sie nehmen nehmen jetzt auch Pollen und Nektar entgegen. Wird es im Stock zu warm, fächeln sie mit ihren Flügeln kühle Luft in den Bau. Ältere Bienen holen auch Wasser um den Bau zu kühlen. Desweiteren wird der Stock auch noch von Ihnen gesäubert (tote Biene entfernt) und die Zellen und Beute mit Propolis desinfektziert/ausgekleidet.

Wächterbiene
Die Wächterbienen bewachen den Eingang des Bienenstocks am Flugloch. Die Giftdrüse ist nun voll entwickelt. Naht eine Wespe oder eine Hornisse, wird diese gemeinsam bekämpft. Die Arbeiterinnen, die bis zum 21. Tag im Bienenstock ihre Arbeit verrichten, bezeichnet man auch als Stockbiene.

Sammelbiene
Bei dieser für den Stock überlebenswichtigen Tätigkeit sammeln die Arbeiterinnen mit Hilfe ihres Sammelbeins eiweißhaltigen Pollen und mit Hilfe von Saugrüssel und Honigblase zuckerhaltigen Nektar und Wasser. Die Nahrung wird in den Bienenstock gebracht und an alle verteilt. Für das Auffinden der Futterquellen ist eine ausgeklügelte Bienensprache notwendig.

Warum stechen Bienen?
Bienen stechen nur um sich zu verteidigen. Die größten Gefahren der Bienen war in der Erdgeschichte der Braunbär und das Feuer. Ein Braunbär ist dunkel und darum sollte man helle Kleidung tragen (Verwechslungsgefahr: ich bin ein Bär). Ein Braunbär riecht auch nicht gerade angenehm, darum lieben die Bienen auch kein Haarspray und Deo der Damen-/Herrenwelt. Sie mögen auch keinen Schweißgeruch. Das macht Sie auch aggressiv!

Warum nimmt ein Imker einen Smoker mit? Die Bienen denken es ist Feuer ausgebrochen und dann muss man ja Honig als Wegzerrung mitnehmen. Also rann an die Vorräte und den Bauch vollschlagen. Wer aber seinen Bauch mal voll hat, weiss dass man nicht so gereizt ist wie auf leeren Magen. Darum sind die Bienen dann auch friedsamer.

Patenschaft übernehmen für ein Bienenvolk


Warum eine Patenschaft, es gibt doch so viele Projekte rund um den Umweltschutz ?

Antwort:
Aktiver Umweltschutz für den Erhalt der ökologische Pflanzenvielfalt in Mülheim an der Ruhr ist wichtig! Was nützten die schönsten wilden Obstwiesen ohne Bestäubung? Was ist ein Landschaftsschutzgebiet ohne Bestäubung? Was ist ein großer Garten mit Wildblumen und Obstgehölze ohne Bestäubung?

Welchen Nutzen habe ich davon als Spaziergänger und als Bürger der Stadt Mülheim an der Ruhr ?

Antwort:
Das die Natur weiterhin blüht und grün bleibt in unserer Stadt. Pflanzenarten bleiben erhalten!

Was kostet eine Patenschaft ?

Antwort:
Ein Volk kostet 80,00 €
Wohnraum (Holzbeute): 100,00 €
Gesamt: 180,00 €

Pate kann jeder werden und das ab einen Betrag von 20,00 bis 180,00€.

Was bekomme ich als Pate ?

Antwort:
Eine Urkunde mit der Nummer des Bienenvolkes plus ein Honigglas aus der ersten Ernte. Des Weiteren die Nennung des Namens auf meiner Homepage, wenn es gewünscht wird.

Kann ich auch mein Volk besuchen kommen ?

Antwort:
Ja, sehr gerne. Aber bitte einen Termin mit mir vereinbaren, so kann ich Ihnen doch ein wenig mehr über Ihr Volk erklären.

Was passiert bei einem Verlust meines Paten-Bienenvolkes ?

Antwort:
Das kann leider passieren. Durch mutwillige Zerstörung von Randalierern, oder durch eine Bienenkrankheit. Auch die beste Pflege ist da leider machtlos !

Gibt es noch andere Projekte für aktiven Umweltschutz in Mülheim an der Ruhr rund um die Bestäubung ?

Antwort:
Ja, weitere Projekte über Aufstellung von Wildbienenhotels usw. werden noch folgen. Suche dafür aber noch Mitstreiter !

Geplante Standorte der Völker

Stadtgebiet Mülheim an der Ruhr von Speldorf bis Menden/Mintard. Im Naturschutzgebiet Auberg ist bei den Käufern der Anlage schon angefragt worden.

Weitere Informationen finden Sie unter www.wabenhaus.de.

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