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Aktuelles 11. September 2018

Das Mobile Museum Speldorf wieder in Speldorf.

Noch bis zum 28.09.2018 ist MO-MUS zu Gast in der Sparkasse Speldorf.

Die Ausstellung zeigt mit Fotos und Texten von der Jahrhundertwende, als Speldorf noch ein Dorf war, bis in die 1960er Jahre.

Schon Anfang des 20. Jahrhunderts war Speldorf über die Grenzen der jungen Stadt Mülheim hinaus bekannt, als Standort des Solbades Raffelberg mit dem Kurhotel Wolfsburg und der Rennbahn. Das Vergnügungsviertel an der Monning, mit seinen Gaststätten und Tanzlokalen, war bis in die 1960er Jahre weithin bekannt und galt einst als Heiratsmarkt des Ruhrgebietes.

In Speldorf fertigten mehrere Ziegeleien, z.B. die Speldorfer Tonwerke GmbH, es gab Arbeit im Reichsbahnausbesserungswerk der Rheinischen Bahn (bekannt als Speldorfer Bahnhof), in einer Eisengießerei und in der Verbraucherzentrale und in der Brotfabrik Tenter&Dehnen. Zahlreiche Bauernhöfe und Gärtnereien bestanden seit vielen Jahren, Handwerk und florierendes Gewerbe, sogar ein Operettentheater waren hier beheimatet.

In den 1950er Jahren machte sich das Dorf dann auf den Weg in die „moderne Zeit“ und entwickelte sich zu einem beliebten Wohnstandort.

Das Mobile Museum Speldorf zeigt überwiegend Fotos, die uns aus privaten Alben zur Verfügung gestellt wurden. Dadurch kann MO-MUS außer der wirtschaftlichen Entwicklung des Dorfes Speldorf, auch den privaten Blick auf die Zusammengehörigkeit von Speldorfer in Familien, Nachbarschaft, Freundeskreis, Gemeinde, Schulen und Vereinen, zeigen.

Geplant, konzipiert und realisiert wurde MO-MUS von 5 Speldorferinnen in Zusammenarbeit mit der Firma d-m-d, die Museumsdesigner, Recklinghausen.

Der Speldorfer Bürger- und Kurverein ist Projektträger, finanziert wurde MO-MUS aus Mitteln der regionalen Kulturförderung des Landschaftsverbandes Rheinland LVR.
Das Projekt wurde u.a. durch die BV3 der Stadt Mülheim und die Sparkasse Mülheim finanziell unterstützt.

Seit 2015 konnte MO-MUS an den unterschiedlichen Orten in Mülheim besucht werden. Den Anfang machten Speldorfer Geschäftslokale, es folgten z.B. das Mülheimer Medienhaus, ein Speldorfer Café, eine Arztpraxis, ein Gewerbebetrieb, verschiedene Senioreneinrichtungen, das Theater an der Ruhr und das RWW Wassermuseum Aquarius.

Text: Ute Möhlig, Speldorfer Bürger- und Kurverein e.V.