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Aktuelles 18. November 2019

Der Nacken, eine sensible Zone!

„Schlag in den Nacken“; „Es sitzt mir im Nacken“; „Jemandem sitzt die Angst im Nacken“; Dieses sind leider nicht nur Redewendungen. Was hat es mit dieser sensiblen Zone unseres Körpers auf sich?

Die Halswirbelsäule, die an einem Ende mit dem Kopf verbunden ist und am anderen Ende in die Brustwirbelsäule übergeht, hat eine wichtige Stützfunktion. Wirbel, Bandscheiben, kleine Wirbelgelenke, Nerven, Muskeln, Bänder, Blutgefäße, alle stellen sicher, dass das Wichtigste, unser Kopf und damit unser Gehirn, die richtige Versorgung, den optimalen Halt und die beste Statik haben.

Der Bewegungsradius bei der Rotation entspricht nicht gerade dem einer Eule, ist aber mit etwa 60°-80° so, dass unser Blickfeld stark vergrößert wird und damit die Wahrnehmung der Umwelt optimal funktioniert. Wir können den Kopf nach vorne bis zu 70° beugen und nach hinten bis 45°. So ist es für uns möglich unseren Blick auszurichten.

Jedoch kleine Störungen dieses sensiblen Gefüges können starke Schmerzen, Missempfindungen, Schwindel und Kopfschmerzen hervorrufen.

Emotional ist der Nacken ein sehr sensibler Bereich. Erschrecken wir uns, ziehen wir die Schultern hoch oder verfallen in eine erstarrte Haltung.

Trauer oder stark negative emotionale Ereignisse machen häufig unklare Nackenbeschwerden bis zu einem Starregefühl, oft dann erst, wenn zum Beispiel das Trauerereignis schon etwas zurück liegt.
Der ständige Blick auf den PC, das häufige Bedienen des Handys bringt unsere Halswirbelsäule in eine Position, für die sie nicht auf Dauer ausgelegt ist.

Hier kann man versuchen, sich zum einen etwas zu disziplinieren, das gilt für das Handy. Zum anderen ist es ein Versuch wert den Standort des Computers frontaler auszurichten, die Sitzposition zu überdenken oder eine geeignete Sehhilfe zu verwenden.

Kälte, Verdunstungskälte durch Schwitzen oder Zugluft können ebenfalls durch Verkrampfung der Muskulatur zu Bewegungseinschränkungen führen.

Lockerungsübungen, die man sich am Besten nach medizinischer Abklärung der Beschwerden zeigen lässt, scheinen manchmal banal, sollten aber in den Tagesablauf einfließen. Weiterhin gibt es Übungsanleitungen, die die Nacken und Schultermuskulatur entspannen und ebenso kräftigen.

Wenn Entspannung, Bewegung oder Wärme nicht helfen oder die Beschwerden sogar den Tagesablauf beeinflussen, gibt es therapeutische Hilfen. Bei Missempfindungen in den Fingern, Sehstörungen, Schwindel oder Schmerzen ist es natürlich wichtig, dass eine medizinische Abklärung erfolgt.

Damit sich der Therapeut ein Bild machen kann, wird nach der Tätigkeit gefragt, die Lebensgewohnheiten mit eingeschlossen. Die individuelle Körperhaltung wird ebenso berücksichtigt wie die Lebensumstände. Die körperliche Untersuchung sollte selbstverständlich sein.

Die Behandlungsmethoden sind vielfältig. Bewegungstherapien,
Osteopathie, Massagen, Wärmeanwendungen, Tapes, bis zu anderen medizinischen Maßnahmen wie Medikamente, Injektionen und
Akupunktur.

Ich wünsche Ihnen eine (ent-)spannende Adventszeit und ein schönes Weihnachtsfest,
Ihre Franziska Schöps